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Praktiker: Für 43 Millionen zu Tode beraten?

Dezember 16th, 2013 · 1 Kommentar

F.S.: Nach einer Strafanzeige von Aktionären ermittelt die Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen hochrangige Manager des Mitte diesen Jahres Pleite gegangenen Baumarktkonzerns. 2011 und 2012 habe die Konzernleitung mehr als 43 Millionen Euro für externe Beratungs-Dienstleistungen ausgegeben.

 

Bild M. Großmann pixelio.deNun ist das Berater-Unwesen ja keinesfalls ein unbekanntes Wesen in Deutschland, fragen Sie mal die diversen Ministerien, wieviel sie pro Jahr für vergleichbare externe Dienstleistungen ausgeben. Durch die Tatsache, dass der so extrem ausführlich Beratene am Ende der Dienstleistung tot war, wird allerdings deutlich, wie fragwürdig derartige Praktiken überhaupt sind.

 

Setzen wir mal einen Satz von durchschnittlich 300 Euro für die Beraterstunde an wie das einschlägige Unternehmen tun, so drängen sich kaum beantwortbare Fragen auf: Bei einem Einsatz von 10 Beratern jeweils volle 40 Stunden pro Woche dauert es bei oben angenommenem Stundensatz 6,7 Jahre bis 43 Millionen Euro zusammenkommen. Wie wollen die beratenden Unternehmen in zwei Jahren auf solche Summen gekommen sein? Oder ist das Geld über kleine Umwege auf privaten Konten gelandet? Fragen über Fragen…

Hier ein Artikel des Hamburger Abendblatts zum Thema: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article122967390/Staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-Beratervertrags.html 

 

Nachtrag 4.8.2014: Auf einen Tweet von gelbevideos mit dem Inhalt: Fragen Sie mal, was die Bundesregierung im Jahr für Berater ausgibt, antwortete http://twitter.com/hdBerretz  " Steht hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesregierung-beauftragte-berater-fuer-eine-milliarde-euro-a-921241.html  " Dem ist nichts hinzuzufügen.

Tags: Manipulation

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Werner // Mrz 12, 2014 at 23:34

    Naja die richtigen Berater haben sie sich aber nicht ins Haus geholt. Das so etwas erst zustande kommt ist schon unfassbar. Es ist schon sehr wichtig, einen externen Berater oder einen Interim Manager während einer Krise im Unternehmen ins Boot zu holen, doch dies war wohl zu viel des guten. Immer wieder interessant etwas zu diesem Thema zu lesen. Ich finde eigentlich immer viele gute und aktuelle Artikel bei Finance Magazin. Bei Interesse hier der Link: http://www.finance-magazin.de/themen/praktiker/ Hier kann man viel lernen. Mann sieht hier ganz stark, dass ein günstiger Preis nicht alles ist. Service und Kundennähe ist viel wichtiger. Gruß

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