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Kommunen knietief in korrupten Grundstücksgeschäften. Beispiele Potsdam, Niedernhausen bei Wiesbaden, Köln

April 29th, 2014 · 1 Kommentar

Gar zu gerne zeigt man hierzuland mit ausgestrecktem Zeigefinger auf andere Länder wenn´s um Klüngel, Vetternwirtschaft und Korruption geht. An die eigene Nase fassen wäre dagegen angesagt wie uns "die story" des WDR in einem das ewig gleiche Grundmuster krimineller Grundstücksgeschäfte entlarvenden Video beweist:   

Weitere Beiträge zum Thema Korruption in Deutschland, eine Übersicht: http://blog.gelbevideos.com/korruption

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Tags: Korruption · Manipulation

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Ludwig der Träumer // Apr 30, 2014 at 19:53

    Die Empörung über Korruption in der Bodenspekulation möchte ich nicht teilen. Sie ist nur ein Spiegelbild eines kruden Systems, das solche Machenschaften geradezu herausfordert. Die Bodenspekulation übertrifft alle anderen Geschäftsmodelle zur Gewinnmaximierung. Die Bodenpreise sind seit 1900 bis heute, je nach Region, um das 500 – 100.000-fache! gestiegen. Das schafft keine noch so gute andere Geschäftsidee. Selbst Börsenkurse oder Hedgefonds würden so daher dümpeln, wenn es diese Spekulation nicht gäbe. Das Eigentum und die Macht über den Boden ist das größte Übel, das sich der Mensch antun konnte. Monopoly beschreibt die Problematik gnadenlos. Wann lernen wir aus diesem Spiel? Es wird immer auf dem Nebenkriegsschauplatz herumgehackt, dem Zinsdienst. Er mag das zweite Übel sein, das uns in die Armut zugunsten einer Elite treibt. Bevor wir das Geldsystem angehen, müssen wir das Bodenproblem lösen. Ansonsten bleibt die Befreiung von der Knechtschaft des Geldes nur eine Illusion.

    Der Boden gehört der Allgemeinheit, also allen. Er kann demnach nicht verkauft, sondern nur zur zeitlich für das Allgemeinwohl zur Nutzung überlassen werden. Schafft es ein Investor nicht, innerhalb einer gewissen Zeit den Boden zugunsten der Allgemeinheit zu bewirtschaften, so verliert er ihn ohne Ausgleich. Ist das so schwer zu begreifen, daß damit auch die Korruption auf diesem Gebiet weg wäre und damit auch die Glücksritter.

    Vetternwirtschaft war eine natürliche Form der Überlebenskunst. Sie wird auch nicht durch Empörung oder Gesetze verschwinden. Sie soll auch weiter bestehen, in kleinzelligen Strukturen, die sich gegenseitig stützen. Durch Gier hat sie sich jedoch, ob der Möglichkeit, irrsinnige Gewinne anzuhäufen, dank der Bodenspekulation potenziert. Der Mensch tickt halt so, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Er muß lernen, sich selbst wieder auf seine Rolle in der Welt zu besinnen. Das geht nur mit Selbstbeschränkung.

    Die Plicht zur europaweiten Ausschreibung ab einer Summe von 200.000 € halte ich für eine Farce. Soll für diese Summe ein Bauunternehmer z. Bp. aus Portugal in mein Dorf die Straße sanieren, mit all seinen Geräten, die er beischaffen muß, Personal, Kosten für deren Anreise und Unterkunft wettbewerbsfähig gegen einen ortsansässigen Bauunternehmer sein, der alles vor der Haustüre hat? Ist es Korruption, wenn ich die Dorfstruktur durch gegenseitige Hilfe – Auftragsvergabe – stärke?

    Empören wir uns nicht mehr über Spekulanten. Schaffen wir ihre Möglichkeit ab. Das ist die einzige Chance, die Welt zu verbessern. Keine Grunddienstbarkeiten mehr, keine monetäre Absicherung durch Grund und Boden, keine Hypotheken auf das Grundstück, kein Privatbesitz darauf (privare, abgesondert, beraubt, getrennt) und das monetäre Wirtschaften Miteinander wird eine empathische liebevolle Entwicklung erleben.

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