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Leseprobe:

Personen

Ida – Zimmermädchen in einem Berliner Hotel, den Job ist sie los eine halbe Stunde nachdem sie die zweite Hauptperson kennengelernt hat:

Kilian – hat gerade ein Soziologiestudium in Tübingen abgeschlossen und kommt zu einem Vorstellungsgespräch nach Berlin. Alles entwickelt sich so ganz anders als geplant…

Andresen – Freier Reporter für eine Illustrierte, die mal Millionen für gefälschte Tagebücher hingeblättert hat

Lawson – CIA-Rentner, der Geld braucht und was Gutes tun will, aber bedauerlicherweise ins Gras beißt

Schlieber – Kommissar der Berliner Mordkommission 1, wegen seines spitzen Gesichts und der roten Haare Foxy genannt

Geli – Inspektorin der Berliner Mordkommission 1, ansehnlich, fleißig und Haare auf den Zähnen

Kaminske – Oberstaatsanwalt mit Verbindungen, trägt immer Fliege und nervt gewaltig

Müller – Redakteur vom Dienst und Andresen´s Vorgesetzter

Wasi + Schulz – Bewaffnete Männer mit Lederjacke und Jeans, die auch gewalttätige Aufträge ausführen

und Ulla, Rudi, Peschke, Rita, Dorfcasanova, Pfister und…

 

Inhalt:

1. Kapitel: Wie Ida und Kilian an das Vermächtnis eines sterbenden CIA-Mannes kommen und die Jagd beginnt S. 5

2. Kapitel: Geldzählung im rasenden Skoda und ein Rätsel für die Polizei S. 15

3. Kapitel: Wie Geli einen Redakteur vom Dienst verlädt und sich Verfolger auf die Spur setzen S. 28

4. Kapitel: Willkommen in Meck-Pomm, die ersten beiden DVDs und Geschichten aus der Kindheit S. 35

5. Kapitel: Foxy in Berlin hat ganz miese Laune und in Ückermünde gibt es eine Auto-Verfolgungsjagd mit denkbar knappem Ausgang  S. 49

6. Kapitel: Ein Reporter im Zug, die nächste überstürzte Flucht und eine echte Überraschung für den Dorfcasanova S. 59

7. Kapitel: On the road again und ein Chip wird gefunden S. 71

8. Kapitel: Ein Geisterflughafen mitten in Deutschland, Entwicklungshilfe und andere Geldmaschinen und die Gorillas kommen näher S. 79

9. Kapitel: Wo ist die Tasche mit dem Geld? Verkleidet im Flieger nach München – kann das gutgehen? S. 98

10. Kapitel: Ein Einsatzkommando bei der Arbeit, von feingesponnenen Netzen, engen Maschen, Fahndung in Bayern S. 114

11. Kapitel: Kipferl oder Pfannkuchen, über eine große Liebe heute und Hiobsnachrichten von gestern S. 131

12. Kapitel: Ein durchgeknallter Oberstaatsanwalt und die Terroristenfahndung, Showdown am Grenzübergang nach Österreich, Ende einer wilden Reise. S. 147

 

 

  1. Kapitel: Wie Ida und Kilian an das Vermächtnis eines sterbenden CIA-Mannes kommen und die Jagd beginnt

Mit einer nervösen Geste schiebt der Herr im Anzug dem Portier einen Fünfzigeuroschein über den Empfangspult. „Wir werden den kleinen Konferenzraum nicht lange belegen, schätze mal höchstens ne halbe Stunde.“ „Gar keine Problem.“ Der Portier, auffällig, welcher Mittzwanziger trägt schon in dem Alter eine Halbglatze mit sich herum und dazu noch einen sehr deutlichen polnischen oder russischen Akzent im Deutschen, wedelt mit ausgestreckter Hand vage in Richtung zur Sitzgruppe neben dem Hoteleingang. Der Herr im Anzug wendet sich um und ums Haar stößt er einen ordinären Halbstarkenpfiff aus beim Anblick der dort gerade mit einem Wäschebeladenen hölzernen Hotelwagen vorbeischlendernden hochaufgeschossenen Rotblonden mit einer Figur wie die junge Claudia Schiffer.

„Hörre mal, Ida. Machst du dem Herrn den kleinen Konferenzraum in oberste Stock fertig.“ „Okidoki, wieville kommen denn?“ Der Portier zieht fragend eine Augenbraue hoch. „Ich erwarte nur einen oder zwei Geschäftspartner und…“ Der Mann im Anzug zögert. „Naja, stellen sie uns mal sicherheitshalber zwei, drei Kaltgetränke und ein Kännchen Kaffee bereit.“ Die Rotblonde stellt einen Fuß vor, wobei sie gleichzeitig eine Hand in die Hüfte stemmt. „Ick wette, et muss gleich sein. Liege ick da richtig?“ Der Portier nickt ernst und hebt den Zeigefinger. „Sofort.“ Unbeeindruckt schiebt die Rotblonde ihren Wagen weiter. „Jut denn, kommense inner Viertelstunde mit dem Aufzug rauf, denn bin ick fertig.“ Sie deutet auf den Lift für Hotelgäste. „Ick jeh nach hinten, da ham wir unsern Speziallift fürs Personal, der uns in ner Sekunde nach oben schießt wie inne Raumstation.“ Halbglatze unterdrückt ein Grinsen. „So ist sie mal, aber sie macht Arbeit gutt, können sie sich verlassen, mein Herr.“

Im Flur im obersten Stock ist die Luft stickig wie auf einem monatelang nicht gelüfteten Dachboden. Lange bevor der Personallift am Ende des Flurs oben ankommt, hört man ächzende Geräusche ungefähr wie das langsam ersterbende Jammern eines Anlassers, der es nicht schafft, einen Motor in Gang zu setzen. Klackernd dreht sich innen ein Schlüssel und Ida schiebt zuerst die Lifttüre auf und dann ihren Wagen nach draußen den Gang entlang. Der Rock fliegt ihr nur so um die Beine. Sie sind übrigens genauso sehenswert wie alles andere an ihr, als unversehens eine Zimmertür von innen aufgerissen wird und ein junger Mann schwungvoll auf den Flur tritt. Was nun folgt, ist sowohl als schlichtes Ereignis wie auch als wichtiger Auslöser des ganzen folgenden Handlungsablaufs, der immerhin im Endeffekt eine Regierungskrise in einer der weltweit führenden Industrienationen auslösen soll, absolut unvermeidlich.

Idas Wagen rammt den Körper des jungen Mannes in Höhe seiner Hüfte, was ein dumpfes Geräusch gefolgt von einem lauten Schmerzensschrei seinerseits verursacht. „Himmelherrgottsakrament, können´s denn net aufpasse?“ Einige der sauber gefalteten Laken und Bezüge sind bei dem Zusammenstoß auf den Boden gesegelt und Ida blitzt ihn wütend an, bevor sie sich hastig bückt und ihr Arbeitsmaterial wieder zusammenrafft. „Det könnt ick sie fragen.“ Er lehnt sich an den Türrahmen, wobei er seine Hüfte reibt, etwas übertrieben ein Bein in die Höhe hebt und schlackern lässt, um die Funktionstüchtigkeit zu prüfen. Dabei beobachtet er mit zusammengekniffenen Augen hinter kleinen runden Brillengläsern die vor ihm hantierende Ida. Sie kommt hoch, feuert die Laken auf den Wagen, lässt dann ihre Augen von oben nach unten über den Menschen wandern, der es gewagt hat, sich ihr so abrupt in den Weg zu stellen.

„Wie sehn sie denn überhaupt aus, is Karneval oder was?“ Mit offenem Mund schaut er an sich runter, schwarze Hose, weißes Hemd mit dunkelrotem Schlips. Dann streicht er mit beiden Händen über sein dunkelgrünes Trachtenjackett, auf das er stolz ist. „Ach, das meinen sie. Ja bei uns trägt man sowas, das ist was besonderes, nicht wahr.“ „Ach so, bei ihnen ist das also was besonderes. Wissense wat, det könnense mir nachher erzählen. Jetzt muss ick dringend den kleenen Konferenzraum da hinten…“ Ida spricht den Satz nicht zu Ende und ist schon auf dem Weg nach hinten mitsamt ihrem Wagen. An der Tür zum Konferenzraum angekommen schaut sie über die Schulter zu ihm zurück und kann sich das Lachen nicht verkneifen wie er da steht und mit immer noch offenem Mund hinter ihr herstarrt. „Wartense zehn Minuten, denn bin ick bei ihnen. Sie kriegen och´n Kaffee von mir, is det OK?“

Er kann noch schnell wortlos nicken, dann ist sie durch die Tür in den Konferenzraum verschwunden.

Es dauert nicht mal die angekündigten zehn Minuten bis sie an seine Tür klopft. Auf sein „Herein!“ gleitet sie vergnügt lächelnd ins Zimmer und baut sich vor ihm auf. „Tut mir ja leid, schon weil sie ein Gast sind.“ Er lässt sich auf den kleinen Sessel vor dem schäbigen Schreibtischchen fallen und lacht gurgelnd los. „Sie sind ja, ha ha, nur weil ich ein Gast bin, sonst, sonst, heißt das, wenn ich kein Gast wäre, hätten sie ihre Holzkiste noch ein bissle fester in mich reingedonnert?“ „Naja, überlebt haben sie´s ja wie man sieht.“ Plötzlich stellt er sich auf die Beine, baut sich in einem Meter Entfernung vor ihr auf. „Kilian Klein, aus Tübingen, zum ersten Mal in Berlin, bin hier wegen einer Vorstellung für einen Job und, und..“ Er schüttelt seinen dunklen Lockenkopf vor Verlegenheit, weil er nicht so recht weiterweiß, wobei die Strahlen der Vormittagssonne von draußen durch das Hotelfenster auf seine Brillengläser treffen und sie zum Blitzen bringen. „Was und?“ Unbewusst krallt Ida heftig eine Hand in seinen Unterarm als ein donnernder Schlag gefolgt vom Geräusch splitternden Holzes sie herumreißt. „Kommen sie, det ist nicht normal, ne, da passiert was im Konferenzraum.“

Zwei Schüsse bellen dumpf als sie den Gang entlanghasten, dann ein Schrei aus einer Männerkehle gefolgt von einer ganzen Salve heller, knatternder Schüsse aus einer Schnellfeuerwaffe. Gegenüber der in ihren Angeln hängenden Tür zum Konferenzraum fetzen ein paar Einschüsse in Kopfhöhe den Putz von der Wand. In genau diesem Moment …….

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