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Die Wahrheit über das Märchen von der Verteidigung der Werte des christlichen Abendlandes

Januar 18th, 2015 · Keine Kommentare

MittelalterF.S.: Aktuellste, unglaubliche Relikte des finstersten Mittelalters in Europa und auf der ganzen Welt. Radikale, fehlgeleitete Islamisten begehen Mordanschläge in Frankreich, Soldaten aus NATO-Staaten ermorden mit Drohnen weltweit Menschen im Namen einer angeblich notwendigen Verteidigung christlicher Werte des Abendlandes. Islamistischen Hasspredigern auf der einen Seite entsprechen Priester und Pfarrer, die Waffen von NATO-Armeen in Afghanistan und anderen Einsatzorten segnen, denen dann Unschuldige zum Opfer fallen.

 

Die Abwendung von den Unterdrückungsmethoden der mittelalterlichen Feudalherrscher und der mit ihnen verbundenen christlichen Oberhirten wurde in Europa eingeläutet von den veröffentlichten Denkergebnissen eines französischen Philosophen. Er stellte Fragen wie „Weiß ich wirklich, dass es einen Gott gibt, oder wird mir das nur ständig erzählt?“ Die auf der Hand liegende Antwort führte Schritt für Schritt weiter zur Erkenntnis, dass `ich als Mensch bei ganz genauem Hinsehen eigentlich nur eins genau wissen kann`: „Ich denke, also bin ich.“

 

René Descartes hat sein Buch „Von der Methode“ 1637 veröffentlicht und seiner Zeit gemäß teilweise in Latein geschrieben. Der berühmteste Satz der Philosophiegeschichte lautet also im Original „Cogito, ergo sum“. Diese in drei Worte gefasste Revolution des Denkens, der Beginn der Neuzeit, sollte uns gerade heute – knapp 400 Jahre später, wo das Mittelalter weltweit gerade mal wieder nach den Bewusstseinen der Menschen greift, zum Anhalten, zum Prüfen, zum Revidieren nicht hinterfragter, von Regierungen missbrauchter Vorurteile anregen.

 

Die Herrschaft des Individuums, des freien Willens, die unumkehrbare Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse gegen Aberglauben, Verdummung der Menschen und grausame Willkür wurde dann in Revolutionen wie 1789 in Frankreich gegen die Königs- und Fürstenhäuser und ihre Unterdrückungs-Kollaborateure der christlichen Kirche zeitweise erfolgreich durchgesetzt. 1633 beispielsweise noch war der Wissenschaftler Galileo Galilei von einem päpstlichten Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden (zu seinem Glück, sonst hätten sie ihn hingerichtet), weil er wissenschaftlich bewiesen hatte, dass die Erde eine Kugel ist, was dem christlichen Dogma widersprach, dass die Erde eine Scheibe und zugleich der Mittelpunkt der Welt sei.

 

Rätselhaft ist, wie es diese seit Jahrhunderten gegen die Freiheit jedes einzelnen Menschen gerichtete christliche Kirche geschafft hat, sich heute als Verteidigerin positiver Werte darzustellen. Christentum und Islam – Überbleibsel aus Zeiten der Herrschaft von Aberglaube, Willkür, Unterdrückung des Individuums und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Im Namen keiner Religion können positive Werte verteidigt werden – aufgeklärte Menschen wissen das und fallen weder auf die verlogene Propaganda der einen noch der anderen Seite rein.  

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Tags: Demokratie · Kirche · Manipulation

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